Transgender Day of Remembrance

Der Gedenktag für die Opfer von Transfeindlichkeit (Transgender Day of Remembrance, TDoR) ist dem Gedenken an diejenigen gewidmet, die aufgrund von Hass oder Vorurteilen gegenüber transsexuellen und transgender Menschen ermordet wurden. Der Transgender Day of Remembrance ist einer der drei gemeinsamen Aktionstage im Netzwerk neben dem Frauentag und dem IDAHO. Der Aktionstag zum TDoR gibt die Möglichkeit, den Fokus explizit auf Anliegen transsexueller und transgender Menschen zu richten. Der TDoR gibt zudem allen Verbündeten die Gelegenheit, gemeinsam mit uns voranzuschreiten und derer zu gedenken, die Opfer transphober Hassverbrechen wurden.

 

Aktionen und Sichtbarkeit!

Auch in diesen Jahr finden wieder in ganz Baden-Württemberg rund um den TDoR unterschiedlichste Aktionen gegen Transfeindlichkeit und für mehr Akzeptanz von Transgeschlechtlichkeit und der Vielfalt von Geschlecht statt. Mehrere Mitgliedsorganisationen des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg stellen rund um den 20.11. verschiedene Aktionen auf die Beine und bieten so Raum für Austausch und Sichtbarkeit. In Mannheim und Heidelberg haben sich zudem zum dritten Mal Netzwerker_innen und andere Organisationen zum Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017 zusammengeschlossen und bieten Film, Party, Workshops, Vorträgen und Diskussionen.

Aktionen zum TDoR 2017 in Baden-Württemberg im Überblick:

 

Heidelberg: 14. November 2017, 18-20:30 Uhr – Workshop – Warm-up. Reclaim Your Body

Ihr möchtet euch mehr bewegen, fühlt euch jedoch weder in Fitnessstudios noch Sportvereinen wohl. Zudem fehlt vielleicht das Geld für einen Yogakurs oder ähnliches. Daheim alleine abmühen macht auch keinen Spaß. Dann kommt doch im November zu Wandlungsbedarf e. V. in die Breidenbach Studios. Wir wollen gemeinsam mit euch einen Raum schaffen, frei von Bodyshaming, institutionalisierter Diskriminierung, Leistungszwang, Wettbewerb und anderem doofen Zeugs, um ein positives Körpergefühl zu erlangen. Spaß an der Bewegung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers in achtsamer Gesellschaft sind unser Ziel.

Bei diesem ersten Treffen im November geht es uns vorrangig um eure individuellen Wünsche und Bedürfnisse. Dabei möchten wir zu Beginn im Dialog eure Wünsche mit unserem Know-how zusammenführen, um für diese und zukünftige Veranstaltungen ein passendes Programm zu gestalten. Langfristig soll diese Veranstaltung auf regelmäßiger Basis dienstags in den Breidenbach Studios stattfinden.

Durch das Treffen begleiten Saskia Lux (Fotografin*, ehemalige Herausgeberin* „Die Preziöse“, angehende Physiotherapeutin*) und Jan-Niklas Eberle (Physiotherapeut, Übungsleiter für Kinder- und Jugendturnen).

  • Termin: 14.11., 18 - 20:30 Uhr
  • Ort: Breidenbach Studios, Hebelstr. 18, 69115 Heidelberg
  • Veranstalter_in: Wandlungsbedarf e.V. im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017
  • Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Aktuelle Informationen: Facebook

Wandlungsbedarf e.V. ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Heidelberg: 16. November 2017, 21 Uhr - Konzert Dorian Wood

„I finally feel I deserve to enjoy all of it“, schreibt Dorian Wood in einem queeren Coming-of-Age-Essay, den er kürzlich veröffentlichte. Alles heißt: seine Musik, sein Körper und seine Sexualität, die gleichermaßen von außen auferlegte Grenzen und Kategorien sprengen und auf der Bühne eine mitreißende Kraft und Wucht entfalten.

Geboren in Echo Park, Kalifornien, als Kind nicaraguanischer und costa-ricanischer Eltern begann Dorian Wood schon in jungen Jahren, Musik zu machen. Er transzendiert Genregrenzen und Stile, verbindet Elemente aus Folk und Spiritual mit seiner Heldin Björk und Inspirationsquellen wie Anohni, Nina Simone, Tom Waits, Nick Cave und Yma Sumac - Künstler*innen, mit denen er seine lyrische Kraft, Melancholie und Schonungslosigkeit, Gefühle zu zeigen, teilt. Seine Videos sind ein „fat, brown, queer riot“ gegen Hypermaskulinität, Fat-Shaming und Fetischisierung eines Körpers, der gelernt hat, zwischen offen zur Schau gestelltem Rassismus, Ekel und Obsession zu navigieren. Im aktuellen Video für den Song „Corpulenxia“ subvertiert er seine Erfahrung der Exotisierung und Ablehnung und inszeniert seinen Körper als Ort furchtloser, genderqueerer Sexualität. Auch live legt er in radikaler Weise sein Herz offen und besticht als Hypnotiseur und Verzauberer.

  • Termin: 16.11., 21 Uhr (Einlass 20 Uhr)
  • Ort: Karlstorbahnhof KlubK, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg
  • Veranstalter_in: Karlstorbahnhof KlubK im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017
  • Eintritt: 19 € (VVK 16 € + VVK Gebühr) über www.karlstorbahnhof.de

 

Heidelberg: 18. November 2017, 20:30 Uhr - Film „A Real Boy“ & Party in der UnheilBar

Als unkommerzielle Alternative zur queeren Partyszene wurde die UnheilBar vor 20 Jahren in Heidelberg gegründet. Zum ersten Mal ist die UnheilBar dieses Jahr Teil der Trans*Aktionswochen! Freut euch auf unkommerzielles Partyvergnügen mit den DJ*anes der Unheil-Bar und Freund*innen - Unheilbar meets Trans*Aktionswochen!

Wir starten den Abend mit dem Film „A Real Boy“, einem berührenden Film über das Erwachsenwerden, Transition und Familie, der schon auf über 70 internationalen Festivals gezeigt wurde und zahlreiche Preise gewonnen hat. Mehr Infos zum Film: http://realboymovie.com

  • Termin: 18.11., Einlass 20:30 Uhr, Film 21 Uhr, Party 23 Uhr
  • Ort: Villa Nachttanz, Im Klingenbühl 6, 69123 Heidelberg
  • Veranstalter_in: UnheilBar im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017
  • Eintritt: Offen für alle interessierten Menschen. Bis 21 Uhr sind Film und Party kostenfrei. Wer später kommt, zahlt 3 Euro Unkostenbeitrag.
  • Aktuelle Informationen: Facebook

 

Mannheim: 19. November 2017, 17 Uhr - Lesenachmittag - Ich bin ein Mädchen, was denkt ihr denn?

Wenn Kinder zum Ausdruck bringen, dass das ihnen bei der Geburt zugewiesene Geschlecht nicht richtig ist, beginnt eine spannende und oft herausfordernde Reise für sie und ihre Familien. Familienangehörige von trans*Kindern lesen aus Texten, die im Laufe solcher Reisen entstanden sind. Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Trans-Kinder-Netz e. V. und der Darmstädter Elterninitiative Kim & Alex.

trans-kinder-netz e. v. begann 2012 als Elterninitiative, um anderen Eltern von trans*Kindern und trans*Jugendlichen samt deren Angehörigen – natürlich auch den Kindern und Jugendlichen – Mut zu machen und vor allem mit Informationen und Rat zur Seite zu stehen. Wir sind ein internationaler Verein von Eltern und Familienangehörigen von minderjährigen trans*Kindern. Unseren Kindern ein glückliches Leben frei von Stigmatisierung und Ausgrenzung zu ermöglichen und ihnen das Gefühl zu geben, geliebt und unendlich wertvoll zu sein, ist unser Anliegen.

Bei kim & alex treffen sich Familien mit Kindern, die sich anders entwickeln, als die gesellschaftliche Norm es aufgrund des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts erwartet. Unser Elterntreff findet in allen ungeraden Monaten am dritten Montag des Monats in Darmstadt statt. Außerdem organisieren wir regelmäßig Familientreffen, bei denen Kontakte unter Eltern und Kindern geknüpft und gepflegt werden können. Die genauen Orte, Termine und Aktivitäten können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfragt werden.

  • Termin: 19.11., 17 Uhr
  • Ort: Café Vogelfrei, C3 20, 68159 Mannheim                       
  • Veranstalter_in: Trans-Kinder-Netz e. V. und die Darmstädter Elterninitiative Kim & Alex im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017
  • Eintritt: Kostenfrei, offen für alle interessierten Menschen, Kinder sind herzlich willkommen.

 

Freiburg: 20. November 2017, 17:30-18:30 Uhr - Mahnwache zum International Transgender Day Of Remembrance

Anlässlich des Transgender Day of Remembrance (Gedenktag für die Opfer von Transphobie) am 20. November wird Queeramnesty Freiburg eine Mahnwache auf dem Platz der Alten Synagoge (Ecke Bertoldstraße, gegenüber des Stadttheaters) abhalten. Wir treffen uns dazu am Montag, den 20.11.2017 ab 17:30 Uhr bis ca. 18:30 Uhr und möchten Euch alle herzlich dazu einladen, Euch zu uns zu stellen und gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Transgender- und Regenbogenflaggen sind natürlich gern gesehen, ansonsten wird die Versammlung in stiller Atmosphäre stattfinden. Über Euer zahlreiches Erscheinen freuen wir uns sehr!

  • Termin:  20.11., 17:30-18:30 Uhr
  • Ort: Innenstadt Freiburg, Platz der Alten Synagoge
  • Veranstalter_in: Queeramnesty Freiburg
  • Aktuelle Informationen: Facebook

 

Heidelberg: 20. November 2017, 16-18 Uhr - Workshop - Queere Kinderbücher - Trans* und nicht binäre Geschichten im Fokus

„Bist du ein Mädchen oder ein Junge?“ Vielen Menschen fällt es leicht darauf zu reagieren und die Person, die die Frage gestellt hat, bekommt meist eine eindeutige Antwort. Was ist aber, wenn die Antwort darauf „Sowohl als auch.“ oder „Keins von beidem.“ lautet? Was ist, wenn die Frage nicht beantwortet werden kann oder will? Wer sich anders definiert als das, was ihr_ihm bei der Geburt als Geschlecht zugeschrieben wurde, muss oft mit Fragen umgehen, über die sich der Großteil unserer Gesellschaft noch nie Gedanken gemacht hat. Anhand von queeren Kinderbüchern werden wir gemeinsam erkunden, welche Rollen und Vorstellungen mit Geschlecht verknüpft werden und Kinder- und Bilderbücher lesen und betrachten, die sich jenseits des binären Geschlechtersystems bewegen.

das queerfeministische kollektiv ist eine Gruppe von Aktivist*innen, die sich gegenseitig empowern und unterstützen. Wir engagieren uns mit vollem Einsatz für das Aufbrechen starrer gesellschaftlicher Denkmuster und des binären Geschlechtersystems. Heteronormatives Kategoriendenken lehnen wir ab, sowie alles, was Menschen in Muster drängt, in die sich nicht reinpassen. Unser entschiedenes Motto: be tender to all gender!

Zwei Mitglieder des Kollektivs mit pädagogischem und gesellschaftswissenschaftlichem Hintergrund führen den Workshop durch.

  • Termin: 20.11., 16-18 Uhr
  • Ort: Familiencafé glücklich, Landhausstr. 3, 69125 Heidelberg
  • Veranstalter_in: Queerfeministisches Kollektiv im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017
  • Aktuelle Informationen: Facebook

 

Karlsruhe: 20. November 2017, 18-20 Uhr - Mahnwache zum International Transgender Day Of Remembrance

Geplant ist gemeinsam mit dem queeren Jugendtreff La Vie und Transtalk beide Karlsruhe eine Mahnwache mit Fotos auf Schildern von Opfern transphober Gewalt. Es werden die Namen verlesen mit Altersangaben. Die Mahnwache findet in der Innenstadt statt. Der genaue Ort wird über facebook bekannt gegeben (queeramnesty Karlsruhe). An einem Stand wird Informationsmaterial zu Transgender verteilt. Besucher/Teilnehmer nach Möglichkeit schwarz gekleidet. Genauer Ort über facebook.

  • Termin: 20.11., 18-20 Uhr
  • Ort: Innenstadt Karlsruhe (wird noch bekannt gegeben)
  • Veranstalter_in: Queeramnesty Karlsruhe und LaVie Karlsruhe

Queeramnesty Karlsruhe ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Konstanz: 20. November 2017, 17:30-20:30 Uhr – Vortrag über Transphobie, Akzeptanz und Toleranz + Film

Christin Löhner, selbst Transfrau und Beraterin bei der dgti e.V. - Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität – sowie Gründerin und Leiterin der einzigen Trans* Selbsthilfegruppe im Hegau im Umkreis von 100 Kilometern, wird an diesem Tag, zu diesem Anlass in der Uni Konstanz im Raum R0513 einen etwa 40 Minütigen Vortag zu den Themen Transphobie, Akzeptanz und Toleranz, sowie über ihr eigenes Leben halten. Im Anschluß an den Vortrag wird ein Film zum Thema gezeigt werden.

Sehr herzlich eingeladen ist Jede*r die oder der sich mit diesem Thema identifiziert, sich damit beschäftigt oder die oder der interessiert daran ist, die Zustände zu ändern und zu bessern.

Der Eintritt ist frei, es werden Getränke zum Selbstkostenpreis ausgegeben.

  • Termin: 20.11., 17:30 – 20:00 Uhr
  • Ort: Uni Konstanz, Raum R0513, Gebäude R, Universitätsstr. 10 · 78464 Konstanz
  • Veranstalter_in: Trans* SHG Hegau
  • Aktuelle Informationen: Facebook

Trans* SHG Hegau ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Mannheim: 20. November 2017, 19:30 Uhr - Aktuelle Leitlinien und Behandlungsrealität – Vielfalt von Geschlecht

Mari Günther stellt die wichtigsten Aspekte der aktuellen Leitlinie der AWMF „Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans*Gesundheit: Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung“ vor, kann auf die Entwicklung der entsprechenden Richtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen verweisen und einen Zwischenstand zur Entwicklung der Behandlungsleitlinie für Kinder und Jugendliche darstellen. Außerdem sollen Fragen zu psychischer Symptomatik hinsichtlich deren Kausalität, „Komorbidität“ oder als Lösungsversuch in einer als überwiegend feindlich wahrgenommen Umwelt betrachtet werden. 

Mehr Infos zur Leitlinienentwicklung hier – Mari Günther, Jg. 1970, Dipl.-Gemeindepädagogin, systemische und Familientherapeutin, Mitarbeit bei der Entwicklung der AWMF-Leitlinie „Geschlechtsdysphorie“ – Die Veranstaltung ist mit 3 Fortbildungspunkten bei der Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg akkreditiert.

  • Termin: 20.11., 19:30 Uhr
  • Ort: PLUS e.V., Max-Joseph-Straße 1, 68167 Mannheim (Unsere Räume befinden sich im 4. OG und sind sowohl durch das Treppenhaus, als auch über einen Aufzug erreichbar.)
  • Veranstalter_in: PLUS. Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017
  • Aktuelle Informationen: Facebook

PLUS. Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Neu-Ulm: 20. November 2017, 18:30 - 21:30 Uhr - Filmvorführung "Mein Sohn Helen" - Veranstaltung zum Transgender Day of Remembrance - TDoR

Der "CSD.Ulm.Neu-Ulm" e.V. und der "Freundeskreis Trans Ulm" freuen sich in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Ninety-Minute Films GmbH euch zur Filmvorführung von "Mein Sohn Helen" ins Café DÁrt in Neu-Ulm einladen zu dürfen. Der Transgender Day of Remembrance -TDoR (Gedenktag für die Opfer von Transphobie), ist ein jährlich am 20. November stattfindender Gedenktag, an dem der Opfer transphober Gewalt gedacht wird.

An diesem Abend zeigen wir den Film "Mein Sohn Helen", einen deutschen Fernsehfilm des Genres Dramedy von Regisseur Gregor Schnitzler aus dem Jahr 2015 über eine Jugendliche Person mit transsexuellem Hintergrund. Ein großartiger Film mit u.a. Heino Ferch und Jannik Schümann... Anschließend entzünden wir ein Lichterherz des Gedenkens für die Opfer von transphober Gewalt. - Für alle Menschen die gerne noch etwas über den Film oder das Thema sprechen wollen bieten wir auch eine offene Diskussionsrunde...

  • Termin: 20.11., 18:30-21:30 Uhr
  • Ort: Café D'Art, Augsburger Str. 35, 89231 Neu-Ulm
  • Veranstalter_in: Freundeskreis Trans Ulm und CSD Ulm.Neu-Ulm e.V.
  • Aktuelle Informationen: Facebook

Freundeskreis Trans Ulm und CSD Ulm.Neu-Ulm e.V. sind Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Stuttgart: 20. November 2017, 18:30 - 21:30 Uhr - Kundgebung gegen Transfeindlichkeit

Zum "Transgender Day of Remembrance" findet in Stuttgart an zentraler Stelle auf der Königstrasse/Ecke Marstallstrasse am Montag, den 20.11.2017, von 17 bis 18 Uhr eine Kundgebung gegen Transfeindlichkeit statt - organisiert von Janka und mitgetragen von TransMann e.V. Stuttgart und TransidentX e.V. Kommt vorbei!

  • Termin: 20.11., 17-18 Uhr
  • Ort: Stuttgart, Königstrasse / Ecke Marstallstrasse
  • Veranstalter_in: Janka in Kooperation mit TransMann e.V. Stuttgart und TransidentX e.V.
  • Aktuelle Informationen: Facebook

TransMann e.V. Stuttgart und TransidentX e.V. sind Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.


Heidelberg: 21. November 2017, 19:30 Uhr - Vortrag & Diskussion: Refugees welcome? Queere Geflüchtete in Deutschland

Immer wieder sehen sich Menschen gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen, weil sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität massive Ausgrenzung und Verfolgung erfahren. Gleichzeitig ist ein Ankommen in Deutschland für LSBTTIQ-Geflüchtete – lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Geflüchtete – keineswegs gleichbedeutend mit Sicherheit und Schutz vor Diskriminierung oder Gewalt.

Alia Khannum spricht über die besondere Situation queerer Geflüchteter in Deutschland, von Vorbehalten in der Gesellschaft und auch rechtlichen Hürden. Im Anschluss an ihren Vortrag diskutiert Khannum mit Geflüchteten des Projekts „HOPE - Help and Participation for Igbtiq refugees“ und der Projektleiterin und Ethnologin Cara Schwab von PLUS e. V.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Erfahrung weiter-leben“ des „Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region“. Aktuelle Informationen und Details zum Programm finden sich auf der Veranstaltungshomepage www.erfahrung-weiter-leben.com

Alia Khannum ist Transaktivistin und arbeitet für den LSVD, das Schwule Netzwerk NRW und die Geflüchtetenselbstorganisation „Queer Refugees for Pride“.

  • Termin: 21.11, 19:30 Uhr
  • Ort: Volkshochschule Heidelberg / Saal, Bergheimer Str. 76, 69115 Heidelberg
  • Veranstalter_in: schwarzweiss e. V. und PLUS e.V. im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017

PLUS. Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Heidelberg: 22. November 2017, 18 Uhr - Vortrag & Diskussion - Antifeministische Einsätze gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt - Anmerkungen aus historischer und aktueller Perspektive

Als 2013 bekannt wurde, dass die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg im Rahmen einer Neufassung des Bildungsplanes „Sexuelle Vielfalt“ zu einem Querschnittsthema machen wollte, führte dies zu einer vehementen Reaktion von Gegner*innen des Vorhabens, unterschiedliche geschlechtliche Identitäten wie zum Beispiel Trans* und sexuelle Orientierungen in Schule und Unterricht zu thematisieren. Eine Petition aus dem christlich-konservativen Milieu gegen die Regierungspläne wurde von über 190.000 Menschen befürwortet, zudem entwickelte sich eine kontinuierliche Demonstrationstätigkeit, organisiert von einer Gruppe, die sich „Besorgte Eltern“ nennt. Es wird zum Kampf gegen „Genderwahn“ und „Verschwulung“ aufgerufen und es werden Untergangsszenarien der sozialen Ordnung beschworen. In meinem Vortrag werde ich kurz die Ereignisse seit dem Bekanntwerden der Regierungspläne zusammenfassen und sie als Grundlage für weitere Überlegungen nehmen: es erscheint mir notwendig, die geführten Auseinandersetzungen auf die hinter ihnen liegenden Begründungszusammenhänge zu untersuchen und zu überlegen, worum hier eigentlich gestritten wird. Dazu werde ich einige Parallelen zwischen der aktuellen und der Situation Deutschlands am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert ziehen – in dieser Zeit erfasste eine kulturkritische Strömung Teile des Bürgertums, die als Antwort auf als bedrohlich wahrgenommene Modernisierungsprozesse verstanden werden kann. Zudem gilt es, die Rolle des strategischen Einsatzes eines durch die Regierungspläne angeblich gefährdeten Kindeswohles genauer zu analysieren.

Dr. Klemens Ketelhut ist staatl. anerkannter Heilerziehungspfleger, Studium der Fächer Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Rehabilitationspädagogik in Oldenburg und Halle/Saale, Promotion in historischer Erziehungswissenschaft, akademischer Mitarbeiter an der Universität Heidelberg im Verbundprojekt Heidelberg School of Education. Forschungsschwerpunkte: Kulturkritik und völkisches Denken, soziale Bewegungen, Inklusion, aktuelle Fragen der Gender- und Queerstudies.

  • Termin: 22.11., 18 Uhr
  • Ort: Neue Universität / HS 4a, Universitätsplatz 1, 69117 Heidelberg
  • Veranstalter_in: Heidelberger Initiative für Identität und Geschlechtlichkeit im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017

Heidelberger Initiative für Identität und Geschlechtlichkeit ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Mannheim: 23. November 2017, 17-19 Uhr, Jugendtreff - Offener St*ernchen-Nachmittag

Wir, die sT*ernchen, sind eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener zwischen 13 und 22 Jahren, die ihr bei Geburt zugewiesenes Geschlecht nicht als bindend empfinden oder empfunden haben. Bei uns sind alle willkommen, die sich als trans*, inter*, non-binär, genderqueer oder etwas anderes definieren, egal wo sie herkommen. Bei unseren Treffen seit Januar 2017 geht es darum uns gegenseitig kennenzulernen, gemeinsam etwas zu unternehmen, Freund*innen und Unterstützung zu finden und zusammen in einer akzeptierenden Umgebung Spaß zu haben. Unter anderem kochen wir gemeinsam, veranstalten Spieleabende, schauen Filme, gehen Bowlen, machen Ausflüge oder quatschen auch einfach nur über das, was uns bewegt. Unser Ziel ist es, gemeinsam ein abwechslungsreiches, nicht-kommerzielles Freizeitangebot zu gestalten, bei dem sich die Teilnehmer*innen aktiv einbringen können, und in dem jede*r Raum bekommt sich auszuprobieren und einfach so sein zu können wie er*sie ist, ohne Rollenerwartungen ausgesetzt zu sein.

Am offenen Nachmittag laden wir alle ein, die uns kennenlernen und mit uns ein Treffen verbringen möchten.

  • Termin: 23.11., 17-19 Uhr
  • Ort: PLUS e.V., Max-Joseph-Str. 1, 68167 Mannheim
  • Veranstalter_in: PLUS. Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017

PLUS. Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg. Die Jugendgruppe sT*ernchen erreicht ihr per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Mannheim: 23. November 2017, 20 Uhr, Abschluss-Konzert - Transfony - Der Weg zu sich selbst

„Transfony – der Weg zu sich selbst“, von und mit Sarah Rafaela Saenz – eine emotionale Orgelsinfonie, die musikalisch in keine Schublade passt. Sie verarbeitet das Thema ihrer Angleichung (zu sich selbst) in Musik und Text. Beide bilden eine Einheit, ihre Gedanken, Gefühle, Erlebnis und Kritik.

Neben ihrer Trauer um die Opfer transphober Gewalt vermittelt ihre Komposition ein hoffnungsvolles Schauen auf ein selbstbestimmtes Leben. Ihre Musik und Botschaft ist ein Spagat zwischen dem Verständlichen und der Komplexität gleichermaßen. Mit ihrer – biographischen – Musik zeigt sie: Der Weg ist schwer, aber es lohnt sich! Es ist ein deutliches Ja zu sich selbst, ein Ja zu „Du darfst sein, der du bist!“. Es ist die Wirkung dessen, was endlich richtig wird.

  • Termin: 23.11., 20 Uhr
  • Ort: Schlosskirche Mannheim, Bismarckstr. 14, 68161 Mannheim
  • Veranstalter_in: Heidelberger Initiative für Identität und Geschlechtlichkeit im Bündnis Trans*Aktionswochen Mannheim & Heidelberg 2017

Heidelberger Initiative für Identität und Geschlechtlichkeit ist Mitglied im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

 

Wofür steht TDoR?

TDoR steht für den englischen Bezeichnung Transgender Day of Remembrance, auf Deutsch Gedenktag für die Opfer von Transfeindlichkeit. Der TDoR ist weltweit den Menschen gewidmet, die aufgrund von Hass und Ablehnung gegenüber transsexuellen und transgender Menschen ermordet wurden. Obgleich sich nicht jede Person, der während des Transgender Day of Remembrance gedacht wird, selbst als Transgender verstanden hat – also Transsexuelle, Drags, Transidente, Cross-Dresser und viele mehr –, wurden sie alle ein Opfer der Gewalt, die auf Voreingenommenheit und Transfeindlichkeit beruht.

Der TDoR findet jedes Jahr am 20. November statt. Dieses Datum wurde gewählt, um Rita Hester zu ehren, deren Ermordung am 28. November 1998 der Anstoß war für das Web Projekt "Remembering Our Dead" (an unsere Toten erinnernd) sowie für eine Kerzenlicht-Nachtwache, die zum ersten Mal 1999 in San Francisco stattfand. Die Ermordung Rita Hesters ist – wie die meisten Anti-Transgender-Mordfälle – bis heute noch nicht aufgeklärt.

Der TDoR ist gleichzeitig der Abschluss der Transgender Awareness Week, welche in diesem Jahr vom 14. bis 20. November 2017 stattfindet. Diese Aktionswoche vor dem TDoR bietet den Rahmen, gezielt Sichtbarkeit für transsexuellen, transgender und gender-nonkonformen Menschen zu schaffen und aufzuklären über die Vielfalt von Geschlecht. Sie zielt auf Sichtbarkeit, Aufklärung und Empowerment.

 

Archiv

Wir machen Geschichte!

Zum TDoR 2013, 2014, 2015 und 2016 fanden rund um den 20.11. in verschiedenen Städten zahlreiche Aktionen statt. Eine Übersicht der damaligen Termine halten wir als Retrospektive bereit: