Gedenken an lesbische KZ-Häftlinge endlich sichtbar

Das Netzwerk gratuliert allen Aktivist_innen dazu, dass endlich das Gedenken an die lesbischen KZ-Häftlinge in der Gedenkstätte des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück sichtbar gemacht wird. Wir begrüßen, dass ein neues Verständnis des Verfolgungsbegriffs erstmals das spezifische Leid lesbischer Frauen in einer NS-Gedenkstätte zeigt.

Wir erinnern an alle Wegbereiterinnen, etwa an jene der DDR wie die Ost-Berliner Gruppe "Lesben in der Kirche" und die internationalen Werkcamps auf dem Gedenkstättengelände oder das Lesbennetzwerk „Gedenkkugel“, die Regeln bewusst brachen, um lesbischen Opfern zu gedenken. Seit den 1980er Jahren liegen Anträge, ein solches Zeichen in Ravensbrück zu installieren, vor. Im Rahmen des 77. Jahrestages der Befreiung im Jahr 2022 wird die Gedenkkugel auf dem neuen Gedenkareal an der ehemaligen Lagermauer eingeweiht. 

Die Begründung der Entscheidung ist in der Pressemitteilung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück vom 14. Juli 2021 ausgeführt.