Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

Das Landesnetzwerk ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Aktuell zählt das Netzwerk über 100 Mitglieder.

Mehr dazu in der Präambel des Netzwerks. Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Unser Veto war wirksam!

Das neue Adoptionsgesetz tritt nicht in Kraft. Auf den letzten Metern konnte im Bundesrat die Verschlechterung der Situation von lesbischen Elternpaaren verhindert werden.  

Unsere Forderung nach einem Veto im Bundesrat wurde von der Landesregierung umgesetzt. Die Begründung dazu ist in der Pressemitteilung des Landes nachzulesen.

Insgesamt lies die Länderkammer den Gesetzesentwurf zum Adoptionshilfegesetz aufgrund der Verschärfung der Diskriminierung von Zwei-Mütter-Familien durchfallen und folgte damit der Forderung des LSVD und der großen Unterstützung für die Petition: "Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien".

Wir hoffen auf einen guten neuen Gesetzesvorschlag zum Adoptionsrecht und endlich auf die dringenden Reformen im Abstammungsrecht.  

Hass gegen LSBTTIQ Menschen ist keine Meinung

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg zeigt sich bestürzt über die von einem Arzt der HELIOS Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe verbreitete Aussage, es handle sich bei Homosexualität und Transsexualität um Krankheiten. 

Wir fordern in unserer Pressemitteilung eine klare, öffentliche Stellungnahme von der HELIOS Kliniken GmbH sowie eine eindeutige Entschuldigung von Dr. Metin Cakir. Gleichzeitig wird deutlich, wie dringend Fortbildung zu Homosexualität und Transsexualität weiterhin in vielen Lebensbereichen benötigt werden. Qualifizierungsmaßnahmen zur Gleichstellung von LSBTTIQ Menschen sind auch im Gesundheitswesen voranzubringen.  

Mehr dazu in den Pressemitteilung vom 29. April 2020.

Unterstützung gesucht – Faire Asylverfahren für LSBTTIQ Geflüchtete!

LSBTTIQ Geflüchtete bedürfen eines besonderen Schutzes, um die Chance auf ein faires Asylverfahren wahrnehmen zu können. Allerdings wird bisher in keinem Bundesland der Schutzbedarf von Geflüchteten systematisch festgestellt. Die angemessene Umsetzung dieses Schutzbedarfs ist weiterhin ein zentrales Thema für das Netzwerk. 

Schon 2018 hatte die Themengruppe Refugees helfen einen Verfahrensvorschlag erarbeitet, der die Umsetzung von Schutzgarantieren in Baden-Württemberg ermöglichen würde. Die Kurzfassung stellt die wichtigsten Punkte auf einer Seite zusammen. 

Der Verfahrensvorschlag wird unterstützt u.a. vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und den Anti-Diskriminierungsbüros in BW. Danke!

Schöne Würdigung der LSBTTIQ Beratung in BW

Neu erschienen: Mit dem Gesellschaftsreport BW 3-2019 wird die Untersuchung der psychosozialen Beratung für LSBTTIQ-Menschen in Baden-Württemberg veröffentlicht - durchgeführt von der FaFo FamilienForschung Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Soziales und Integration.

Die Untersuchung bestätigt den Bedarf und die Nachfrage nach spezifischer communitybasierter Beratung für LSBTTQ-Menschen und ihre Angehörigen. Zudem zeigt sich, dass es mit dem Aufbau unseres Beratungsnetzwerks gelungen ist, ein fachlich fundiertes und gut vernetztes landesweites Angebot aufzubauen. Deutlich wird auch, dass gerade Menschen in ländlichen Gebieten weite Wege auf sich nehmen (müssen), um Unterstützung für ihre Fragen zu finden. Ausdrücklich wird das große Engagement der beteiligten Organisationen und Berater_innen gewürdigt. Danke an alle Beteiligten!