Hallo beim Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

Das Landesnetzwerk ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queer (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Aktuell zählt das Netzwerk über 100 Mitglieder.

Mehr dazu in der Präambel des Netzwerks. Termine des Netzwerks finden sich im Kalender.

Jetzt LSBTTIQ-Rechte konsequent umsetzen !

Am 14. März wurde in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Für die anstehenden Koalitionsverhandlungen fordern wir die beteiligten Parteien dazu auf, ein politisches Programm zu vereinbaren, das die Bedarfe von lsbttiq Menschen berücksichtigt. Neben der Erweiterung und finanziellen Verstetigung des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte und der damit begonnenen Arbeit in Beratung und Strukturaufbau fordert das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg weitere substanzielle Verbesserungen für lsbttiq Menschen in allen wichtigen (Lebens-)Bereichen.

Wir wollen weiter vorankommen auf dem Weg hin zum positiven Umgang mit Vielfalt. Gerne helfen wir bei der Gestaltung und stellen hierfür unsere Expertise zur Verfügung. 

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Wichtiger Etappensieg

Vor einem Jahr rückte unser Netzwerk die Anliegen von lesbischen Paaren mit Kindern in den Mittelpunkt und fordert in seiner Pressemeldung die Abschaffung der gravierenden Ungleichbehandlung im gegenwärtigen Abstammungsgesetz. Wir freuen uns, dass jetzt eine rechtliche Klage gegen dieses Unrecht, wonach die gleichgeschlechtliche Partnerin der Mutter die Rechte und Pflichten des zweiten Elternteils nicht von Gesetzes wegen mit der Geburt des Kindes erlangen kann, erfolgreich war. 

Das OLG Celle hält den §1592 BGB für verfassungswidrig und hat den Fall an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verwiesen. Das OLG Celle geht davon aus, dass die fehlende rechtliche Regelung die Ehefrau einer Mutter in ihrem verfassungsrechtlich geschützten Elternrecht (Art. 6 Abs. 2 GG) sowie das Grundrecht des betroffenen Kindes auf Pflege und Erziehung durch seine Eltern verletzt. 

Einige Hintergrundinformationen auch im Überblick der GFF und im Artikel zum Urteil, ZEIT online

Geschlechtliche Selbstbestimmung ohne Hürden!

Rund um den Transgender Day of Remembrance (TDoR) am 20.11. finden trotz der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie auch in diesem Jahr wieder in ganz Baden-Württemberg Aktionen gegen Transfeindlichkeit und für mehr Akzeptanz für die Vielfalt von Geschlecht statt. Alle sind herzlich eingeladen!

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg fordert, endlich ein unkompliziertes Verfahren zur Änderung von Personenstand und Vornamen einzuführen – so wie es bereits in einigen europäischen Ländern erfolgreich praktiziert wird. Die rechtliche Anerkennung des Geschlechts von transsexuellen und transgender Menschen ist ein wesentliches Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt. 

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Endlich! Handreichung für Beratungslehrkräfte zu LSBTTIQ

Im Dezember 2020 wurde eine lange erwartete Handreichung "Alle Farben im Blick?!?" für Schulpsychologie und Beratungslehrkräfte veröffentlicht. Der Anspruch ist, Beratende in der Schule zu befähigen, mit Beratungsanliegen auch von LSBTTIQ Schüler_innen kompetent, reflektiert und sensibel umzugehen.

Hier kann die Handreichung heruntergeladen werden. Bedauerlicher Weise ist die Handreichung noch nicht beim Kompetenzzentrum Schulpsychologie BW verlinkt. 

Für weitergehende Beratung und Fortbildung stehen auch die Beratungsorganisationen des Netzwerks zur Verfügung (https://www.beratung-lsbttiq.net). Kontakte für Workshops und andere Bildungsangebote für Schulen, Fachkräfte und Interessierte finden Sie hier: bildungsarbeit